Samstag, 20. Dezember 2008

Romano Guardini: Menschwerdung

"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." Da ist von Gott die Rede. Mit ihm ist noch jemand; bei ihm, auf ihn hin gewendet, wie es im griechischen Text heißt, der wird das Wort genannt. Das, worin jener Erste sein Wesen, seine Lebensfülle, seinen Sinn ausspricht. Auch dieser ist Gott, ebenso wie Der, der das Wort spricht, und doch ist nur e i n Gott. Von diesem zweiten Jemand nun wird gesagt, Er sei in sein Eigentum, das durch Ihn Erschaffene, die Welt gekommen (Joh 1,11). Wir wollen aufmerksam sein auf das, was da gesagt wird: daß Er nicht nur als allgegenwärtiger und allvermögender Schöpfer die Welt durchwaltet, sondern in einem bestimmten Augenblick - wenn es erlaubt ist, so zu sprechen - eine Grenze, eine mit Gedanken, nicht zu erfassende Grenze überschritten habe; daß Er, der Ewig-Unendliche, Unzugänglich-Entrückte, persönlich in die Geschichte eingetreten sei. Wie könnten wir uns wohl Gottes Verhältnis zur Welt vorstellen? Etwa so, daß er, nachdem er die Welt geschaffen, über ihr lebte, in unendlicher Enthobenheit selig sich selbst genügend; die Schöpfung aber ihren ein für allemal bestimmten Gang gehen ließe ... Oder aber so, daß er in der Welt wäre: als schöpferischer Urgrund, aus dem alles hervorginge; als gestaltende Macht, die alles durchwaltete; als Sinn, der sich in allem ausdrückte ... Dort wäre er abgeschieden in jenseitiger Unberührtheit; hier wäre er das Eigentliche in Allem. Wollte man die Menschwerdung aufgrund der ersten Vorstellung denken, so könnte sie nur bedeuten, daß da ein Mensch in einzigartiger Weise vom Gottesgedanken gepackt, von der Gottesliebe entflammt worden wäre - so sehr, daß man sagen könnte: In ihm redet Gott selbst. Wollte man die zweite Vorstellung zugrundelegen, dann würde Menschwerdung bedeuten, daß Gott sich überall ausdrückt, in allen Dingen, in allen Menschen - so sehr, daß man sagen könnte: hier ist Gott leibhaftig in Erscheinung getreten... Wir sehen aber sofort, daß diese Vorstellungen nicht die der Heiligen Schrift sind.
Was die Offenbarung über das Verhältnis Gottes zur Welt und über seine Menschwerdung sagt, meint etwas von Grund auf anderes. Danach ist Gott in einer besonderen Weise in die Zeitlichkeit eingetreten: aus selbstherrlichem Ratschluß, in reiner Freiheit. Der ewige, freie Gott hat kein Schicksal; Schicksal hat nur der Mensch in der Geschichte. Hier nun ist gemeint, Gott sei in die Geschichte eingetreten und habe Schickal auf sich genommen. Dieses aber, daß Gott aus der Ewigkeit ins Endlich-Vergängliche eintritt; daß Er den Schritt über die Grenze ins Geschichtliche tut, das begreift kein menschlicher Geist. Ja, vielleicht wehrt er sich sogar von einer "reinen Gottesvorstellung" aus gegen das scheinbar Zufällige, Menschenmäßige darin - und doch geht es gerade damit um das innerste Wesen des Christlichen. Denken allein kommt hier nicht weiter; ein Freund hat mir aber einmal ein Wort gesagt, durch das ich mehr verstanden habe, als durch alles bloße "denken". Wir sprachen über Fragen dieser Art, da meinte er: "Die Liebe tut solche Dinge!" Dieses Wort hilft mir immer wieder. Nicht, daß es dem Verstand etwas erklärte, aber es ruft das Herz, läßt es ins Geheimnis Gottes hinüberfühlen. Das Geheimnis wird nicht begriffen, aber es kommt nahe, und die Gefahr des "Ärgernisses" schwindet.
Keins der großen Dinge im Menschenleben ist aus bloßen Denken entsprungen; alle aus dem Herzen und seiner Liebe. Die Liebe aber hat ihr eigenes Warum und Wozu - freilich muß man dafür offen sein, sonst versteht man nichts ... wenn es nun aber Gott ist, der da liebt? Wenn es die Tiefe und Gewalt Gottes ist, die sich erhebt - wessen wird die Liebe dann fähig sein? Einer Herrlichkeit, so groß, daß sie dem, der nicht von der Liebe ausgeht, als Torheit und Unsinn erscheinen muß.

aus: Romano Guradini: Der Herr. Freiburg 1980.

Freitag, 19. Dezember 2008

Rorate Caeli

Tauet Himmel, den Gerechten ...

Sonntag, 14. Dezember 2008

Henri de Lubac: Kirche und Staat

Die mystische Gemahlin, die Kirche mit dem verborgenen Herzen ist auch ein recht sichtbares Wesen unter den Wesen dieser Welt. Verkennen kann man sie, übersehen nicht. Wie alle menschlichen Einrichtungen hat sie eine äußere Fassade. Sie hat ihr "Zeitliches", und manchmal wiegt es sehr schwer. Sie hat ihre Kanzleien, ihr Gesetzbuch, ihre Gerichte. Nein, unsere Kirche ist nichts "Nebelhaftes und Gespentisches"! Überal durchsetzt sie das Gesellschaftsgeflecht und verändert dessen Art, sie tritt dem Gesellschaftsgeflecht gegenüber. Grade dadurch setzt sie ihm gewisse Grenzen oder versucht es. Unweigerlich besteht zwischen beiden ein Wettstreit, ein fast unaufhörlicher Kampf. Jede beklagt sich über "Übergriffe" der anderen. Kaum beigelegt, entstehen die Vewicklungen von neuem, schleichend oder heftig, kleinlich oder tragisch.
Wäre nicht alles viel einfacher ohne das Hindernis "Kirche"? Entstanden im Altertum neue Kulte, so wurden sie vom Gemeinwesen nur bei Einverleibung anerkannt, und sie waren mit dieser vernünftigen Lösung einverstanden. Das Übel stammt aus dem Evangelium. Das Evangelium hat aus Kirche und Staat Dinge gemacht, bei denen sich weder die Grenzen noch die Interessen decken. Die Kirche gibt den Menschen "zwei Gesetzgebungen, zwei Oberhäupter, zwei Vaterländer".
Ja, alles wäre unendlich viel einfacher, ob man die Vereinfachung nun zugunsten der Kirche oder des Staates durchführte. Alles wäre - wenigsten theoretisch - viel erträglicher. Bleibt nur die Frage, ob eine solche Einfachheit auch zu wünschen wäre, ob eine solche Lebenserleichterung auch ein Ideal darstellte.
Schon der Anbruch des Menschenreiches hat die Dinge auf unserem Planeten arg kompliziert. Wieviel Probleme, wieviel Konflikte, wieviele Gewissensbisse, wieviele Hemmungen des Handelns, seitdem zum erstenmal die Vernunft aufgeblitzt und der Stachel eines Moralgesetzes spürbar ist! Wieviel Verwicklungen und Unruhen! Wieviel einfacher war alles in einer Welt, die nur durch Unschuld und unbewußtes Triebleben gelenkt wurde! Welch zahllose Übel schafft das Denken, das doch ein Vorzug des Menschen ist!
Uns interessiert nicht, was die einfachste Ordnung der Dinge wäre. An sich ist die Einfachheit kein Ideal; sie liefert kein Kriterium. Die Einfachheit, die uns unwiderstehlich anzieht, liegt am Ende, nicht am Anfang. Sie ist keine Gegebenheit, sondern eine Belohnung, keine Verstümmelung, sondern eine Einordnung. Halten wir uns lieber an das Bestehende. Ohne die unleugbaren Verwicklungen zu übersehen, die sich aus ihrer Einrichtung ergeben, können wir in der Art, wie die Kirche inmitten der Welt ist, doch ein wunderbares Zeichen der Weisheit Gottes sehen.

nach: Henri de Lubac SJ: Betrachtungen über die Kirche. Kirche und Staat.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

T.Morales: Das Ziel ist der Himmel - der Advent unseres Lebens

Das Ziel ist der Himmel

Wenn "die Schleier der zärtlichen Begegnung fallen", nachdem wir unter dem Banner Christi gekämpft haben, werden wir ihn von Angesicht zu Angesicht schauen.

Erwarte volle Freude die Stunde der Begegnung mit Gott. So haben sie alle Heiligen erwartet.

Wir sollten uns schon während unserer irdischen Pilgerschaft nach dem Himmel ausstrecken, um uns so auf den Höhepunkt unseres Lebens vorzubereiten.

Ohne den Glauben an die Ewigkeit, die immer näher rückt, ohne beständige adventliche Erwartung ist das Leben eines Christen nicht zu denken.

Lebe die tiefe Glaubenswahrheit, dass das Reich Christi schon begonnen hat. Die Gnade strahlt bereits in unseren Herzen auf und wartet nur darauf, sich einst in der Ewigkeit uns in ihrer ganzen Fülle mitzuteilen.

Wir sollten den Tod nicht fürchten, ihm nicht ausweichen. Du, Herr, hast niemals von Angst gesprochen, sondern von Deinem Kommen, von Deiner Nähe und von Deiner Umarmung.

Ein Christ stirbt aus Liebe.

In dem erhabenen Augenblick, in dem unser eigentliches Leben erst beginnt, werden wir erkennen, wie in Gottes Plan sich die kleinsten Einzelheiten unseres irdischen Lebens auf wunderbare Weise zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen.

Maria lehrte uns leben und sterben. Sie hat uns in ihre Schule aufgenommen, damit wir leben lernen - die Kunst der Geduld. Und damit wir sterben lernen - die Wissenschaft des Himmels.
aus: P.Tomás Morales SJ: Gedanken.

Montag, 8. Dezember 2008

Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens (8.12.)

Am 8.Dezember 1854 hat Papst Pius IX., umgeben von zweihundert Bischöfen, feierlich den Glaubenssatz verkündet: "Die allerseligste Jungfrau Maria ist vom ersten Augenblick ihres Daseins durch eine besondere Gnade Gottes im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi vor allem Makel der Erbsünde bewahrt geblieben." Was bedeutet das? Es geht um die einzigartige Weise, auf die Maria erlöst worden ist. Wir alle sind durch das Blut Christi von der Erbsünde erlöst worden. Bei uns wirkt die Gnade Christi heilend. Bei Maria wirkte sie vorbeugend, sie wurde nach dem Ratschluß Gottes von Anfang an frei von der Erbsünde geschaffen im Hinblick auf Würde und Werk ihres Sohnes. Jesus Christus ist also auch der Erlöser seiner Mutter gewesen. Maria ist die schönste und edelste Frucht der Erlösung.

Maria, eine Frau aus unserer Mitte ist von aller Urschuld der Menschheit bewahrt durch eine besondere Begnadigung Gottes. Es war Gott selbst, der Maria auserwählte und ihr das Privileg der Sündlosigkeit schenkte. Gott wollte in ihr seinem Sohn eine würdige Wohnung bereiten. Der Engel sprach zu Maria: Fürchte dich nicht! Das heißt für uns alle: habt vertrauen auf Gottes Führung und die liebende Begleitung durch die Gottesmutter. Diese vertrauende Liebe Liebe erwartet, ja verlangt der Herr von uns, wenn er uns die wichtigsten Fragen stellt: "Liebst du mich? Vertraust du mir immer, auch wenn dein Dienst Opfer verlangt? Du sollst ein Zeichen der Hoffnung gegen jede Hoffnungslosigkeit sein. Aber, habe keine Angst: Ich bin bei dir! Die Kraft des Heiligen Geistes wird dich, wie Maria, stärken, durch diesen Geist der Liebe wirst du wirken." Maria hat Gott immer Ja gesagt und alles abgelehnt, was im Gegensatz zum Willen Gottes stehen würde. Dieses Anderssein, dieses Begnadetsein ist keine Entfremdung von uns sündigen Menschen. Im Gegenteil: die Muttergottes fühlt sich eng mit uns Menschen verbunden; sie ist auch unsere Mutter, unsere Fürsprecherin und sie zeigt uns, was Gott mit uns vorhat. Der ewige Plan wurde jedoch durch den Sündenfall gestört. "Wo jedoch die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden", so tröstet uns der Apostel Paulus (Röm 5,20). Dieser Liebe wollen wir uns heute ganz besonders anvertrauen.
Militärbischof Christian Werner, aus: Marianische Impulse.

Freitag, 5. Dezember 2008

Friedrich August von Hayek: Die Verfassung einer Gesellschaft freier Menschen - ein Verfassungsmodell

Die grundlegende Idee des hayekschen Entwurfs besteht darin, die beiden Aufgaben der Gesetzgebung und des Führens der Regierungsgeschäfte zu trennen und auf zwei verschiedene Körperschaften zu übertragen. Es gäbe dann eine legislative Körperschaft, deren Aufgabe es wäre, die regierende Körperschaft zu kontrollieren - wozu es wichtig wäre, dass sie nicht die gleiche oder fast gleiche Zusammensetzung hat, auch nicht parteipolitisch. Während die Regierung auf einer Mehrheit beruhen sollte, die auf ein Aktionsprogramm festgelegt ist, geht es bei einer Gesetzgebung, die der Gerechtigkeit dienen soll um ganz andere Qualitäten (Redlichkeit, Weisheit, Urteilskraft...).
Während Hayek für die Regierungskörperschaft einen normalen Wahlrythmus vorsieht, schwebt ihm ein besonderes Verfahren für die legislative Kammer vor: Die Amtszeit soll relativ lang sein (etwa 15 Jahre) , eine Wiederwahl wäre ausgeschlossen, eine ehrenhafte Versorgung durch den Staat aber garantiert, wodurch jede Art von Abhängigkeit ausgeschlossen werden soll. Wählbar wären bewährte Bürger. Die Wahl soll so erfolgen, dass von jedem Geburtsjahrgang einmal verlangt wird, Repräsentanten aus seiner Mitte in die legislative Körperschaft zu wählen, etwa in ihrem 45.Lebensjahr, um für 15 Jahre dort Dienst zu tun. Für diese Wahl erschiene es auch sinnvoll, eine indirekte Methode zu wählen - über regional gewählte Delegierte, die einen Repräsentanten aus ihrer Mitte bestimmen. Diese Körperschaft hat die Aufgabe, alle erzwingbaren Verhaltensregeln zu normieren. Ihr Umfang sollte nicht sehr groß sein und die Stellung ihrer Mitglieder sie zu honoratiores machen.
Die Regierungsversammlung wäre nach dem Vorbild der bekannten Parlamente durch Parteien, periodische Wahlen und ein Exekutivkomitee (die eigentliche Regierung) gekennzeichnet. Sie wäre durch die von der Legislative beschlossenen Gesetze gebunden, hätte aber voll und ganz über die materiellen und personellen Ressourcen zu entscheiden, die der Regierung anvertraut werden. Außerdem wäre zu erwägen, ob nicht alle Bürger, die von Zuwendungen des Staates leben, kein Wahlrecht zur Regierungsversammlung haben sollten, da diese der Versuchung erliegen könnten, durch die Aussicht auf Erhöhung ihrer Zuwendungen beeinflusst zu werden.
Kompetenzkonflikte zwischen beiden Versammlungen hätte das Verfassungsgericht zu entscheiden, dem neben professionellen Richtern auch führende Personen der legislativen Versammlung und ggf. auch der Regierungsversammlung angehören. Es wäre durch seine früheren Grundsatzentscheidungen gebunden und könnte sie nur durch ein besonderes Verbesserungsverfahren revidieren.
Interessant ist auch besonders die Teilung der Finanzgewalt, die Hayek vorschlägt. So soll die Regierungsversammlung den Gesamtbetrag der zu erhebenden Finanzmittel bestimmen, während es Aufgabe der legislativen Versammlung sein soll, die Regeln zu bestimmen, nach denen die Steuern auf die Bürgern verteilt werden, wovon sich Hayek mehr Ausgabendisziplin und eine Selbstbescheidung des Staates verspricht.

Hl. Anno

Die Kirche begeht heute den Gedenktag des Hl.Anno (auch: Hanno).
Auf dem Michaelsberg in Siegburg bei Köln am Rhein gründete Erzbischof Anno II. von Köln 1064 eine Benediktinerabtei, in der er auch nach seinem Tod am 4.Dezember 1075 bestattet wurde. Es war nicht die einzige Gründung dieses Kirchenfürsten, der viel Großes für seine Stadt wie für das ganze Reich getan hat. Sein Temperament und starkes Rechtsgefühl brachten ihm dabei viele Händel ein. Dennoch fand er zu Einkehr, Reue und Buße. Wie viele andere Heilige hatt auch er einen langen Weg zu gehen, bis er vordrang zur Erwähltheit Gottes und richtig verstand, was der Herr ihm aufgetragen hatte. Der große Staatsmann Anno von Köln wurde so zum Heiligen. Dargestellt wird Anno mit Buch und Schwert, was seinem Wesen enstpricht, sowei mit einem Kirchenmodell, was ihn als Kirchenbauer kennzeichnet.
Um 1010 wurde Anno als Sohn eines armen Ritters aus schwäbischem Geschlecht geboren. Er kam nach Bamberg an die Domschule. Nach der Priesterweihe war er einige Zeit Domprobst in Goslar, später Leiter der Bamberger Schule. Kaiser Heinrich III. holte Anno als Berater an seinen Hof und übertrug ihm die Vormundschaft für seinen minderjährigen Sohn. Nach Annos Bischofsweihe 1056 wurde deutlich, dass dieser das Gesetz streng achtete und keine Kompromisse schloß. Viele hielten ihn jedoch für nicht hochgeboren genug für sein Amt und ertrugen ihn nur ungern.
In seiner Eigenschaft als Reichsverweser mußte er nach dem Tode des Kaisers das Reich vor verhängnisvollen Wirren schützen. Hinzu kam, daß seine Bemühungen den Prinzen Heinrich im Geist seines Vaters zu erziehen, von Annos Gegnern leider zunichte gemacht wurden.
1072 legte Anno die weltlichen Regierungsgeschäfte nieder und widmete sich der Kirchenreform seiner großen Diözese. Er erbaute die Klöster Siegburg, St.Georg in Köln und Saalfeld bei Coburg. Ein handfestes Traumgesicht veranlasste ihn, die dem hl. Gereon geweihte Kirche "zu den goldenen Märtyrern" wieder zu errichten. Trotz der Verdienste Annos um die Stadt kam es am 23.4.1074 zu Unruhen in der Stadt, die sich zu einem Aufstand gegen Anno ausweiteten, dessen Anfrührer der siegreiche Bischof streng bestrafte. Bald darauf zog sich Anno jedoch nachdenklich in seine Siegburger Abtei zurück, wo er die letzten Monate seines Lebens verbrachte.