Samstag, 30. Januar 2010

Coreneliu Codreanu: Geist und Materie

Codreanu schreibt über die Grundgedanken seiner "Legion Erzengel St.Michael":
Die Alleinherrschaft des Stoffes ist gestürzt. An ihre Stelle tritt die Herrschaft des Geistes und der sittlichen Werte. Wir werden niemals das Dasein, den Zweck und die Notwendigkeit des Stoffes in der Welt bestreiten, aber wir bestreiten jetzt und für alle Ewigkeit die "Alleinherrschaft" des Stoffes.
Wir trafen damit eine Denkungsart ins Herz, die das goldene Kalb errichtet hatte, und die es als Sinn und Mittelpunkt des Lebens ansah.
Wir erkannten, daß eine Umkehrung des natürlichen Verhältnisses von Stoff und Geist alle Kraft, allen Glauben und jede Hoffnung in uns getötet hätte.
Bei diesem Beginn fanden wir unsere stärkste sittliche Kraft in dem unerschütterlichen Glauben, daß wir, wenn wir uns in den ursprünglichen Sinn der Welt einfügen - und der ist die Unterodnung des Stoffes unter den Geist - , alle Widerstände überwältigen und die satanischen Mächte, die sich zu unserer Vernichtung zusammengefunden haben, siegreich zu Boden werfen werden. [...]
Diese seelische Haltung war ein Zeichen dafür, daß die Statue der Göttin "vernunft" im Begriff war, von ihrem Sockel zu stürzen. Das, was die Welt gegen den Willen des Allmächtigen aufgerichtet hatte, werden wir, ohne es zu entwerten oder zu verwerfen, an den Platz stellen, der ihm nach diesem Willen zukommt. Es hat im Dienste des Allmächtigen und im Dienste des wahren Lebens zu stehen! Wenn wir also weder Geld noch Programm besaßen, so trugen wir doch Gott selbst in unseren Herzen, und er rüstete uns aus mit unbesiegbarer Glaubenskraft.
Aus: Eiserne Garde.

Corneliu Codreanu: Die Monarchie und ihr Gesetz

An der Spitze der Völker, über der Führerschicht, steht die Monarchie. Ich lehne die Republik ab.
In der Geschichte hat es gute, sehr gute, schwache und böse Herrscher gegeben. Einige von ihnen hat das Volk geliebt, bis an das Ende ihres Lebens, anderen hat man den Kopf abgeschlagen. Es waren also nicht alle Monarchen gut. Aber die Monarchie war zu jeder Zeit gut. Man muß sich davor hüten, den einzelnen Menschen mit der Einrichtung zu verwechseln, weil man dadurch zu falschen Schlüssen kommt.
Es kann ja auch nichtsnutzige und schlechte Pfarrer geben. Deshalb dürfen wir daraus nicht den Schluß ziehen, der Glaube muß abgeschafft und der Herrgott gesteinigt werden! Gewiß, es gibt schwache und böse Herrscher, aber wir können deshalb nicht auf die Monarchie verzichten. In der Landwirtschaft haben wir einmal ein gutes und einmal ein mageres Jahr. Oder ein gutes und zwei magere Jahre. Trotzdem ist die Menschheit noch nicht auf den Gedanken gekommen, die Landwirtschaft deswegen aufzugeben.
Kann ein Herrscher tun, was er will, gleichgültig, ob er ein bedeutender oder schwacher, ein guter oder böser Herrscher ist? Ein Herrscher kann nicht tun, was er will. Ein König ist dann klein und unbedeutend, wenn er tut, was er will. Und er ist dann groß, wenn er tut, was getan werden muß.
Es hat jedes Volk seine Lebenslinie. Dann ist ein König groß und gut, wenn er auf dieser Lebenslinie seines Volkes bleibt. Und er ist unbedeutend und schlecht, wenn er sich von dieser Lebenslinie seines Volkes entfernt oder sich ihr sogar widersetzt. Das ist das ganze Gesetz der Monarchie. Es gibt nämlich noch andere Linien, die das Tun eines Königs bestimmen können: persönliche Interessen, die Interessen einer bestimmten Klasse oder Gruppe oder überhaupt volksfremde Interessen (innerhalb oder außerhalb der Landesgrenzen). Er muß alle diese Sonderinteressen von sich weisen und einzig und allein die Lebenslinie seines Volkes im Auge behalten.
aus: Eiserne Garde.

Dienstag, 19. Januar 2010

Corneliu Codreanu: Wahl, Auslese und Erblichkeit I

Das Volk führt sich nicht selbst nach eigenem freien Willen, wie die Demokratie verkündet. Es wird auch nicht nach dem Willen eines einzelnen geführt, wie die Diktatur behauptet. Die Führung des Volkes geschieht nach festen Gesetzen. Es handelt sich aber nicht um Gesetze, die von Menschen aufgestellt wurden.
Es gibt feste Normen, Naturgesetze des Lebens und Naturgesetze des Todes. Ein Volk geht den Weg des Lebens oder des Todes, je nachdem es sich nach diesen oder jenen Naturgesetzen richtet. Es bleibt nur noch festzustellen: Wer ist es, der diese Gesetze versteht und erfaßt? Die Masse? Ich glaube, damit mutet man ihr zuviel zu. Die breite Masse versteht und erfaßt nicht einmal andere, viel einfachere Gesetze. Ihr fällt die Erkenntnis dieser Gesetze nicht in den Schoß. Sie müssen der Masse Tag und Nacht erklärt, sie müssen ihr unerbittlich eingehämmert werden. Ja, die Masse muß sogar bestraft werden, damit sie die Gesetze wirklich erfaßt und sich nach ihnen richtet. (...) Wie soll sie diese feinsten und unfaßbarsten Normen menschlicher Führung selbst meistern, Normen, die über sie und ihre alltäglichen Lebensbedürfnisse hinweggreifen, Normen, die nicht unmittelbar auf sie zugeschnitten sind, sondern die letzten Endes einer höheren Wirklichkeit gelten: der ewigen Nation!
Wenn jemand Brot backen will, muß er es gelernt haben. Wenn jemand Schuhe und Pflüge herstellen will, muß er es gelernt haben. Wenn ich Ackerbau treiben, wenn ich Straßenbahnführer sein will, muß ich mich darin ausgebildet haben. Und da soll es keiner besonderen Ausbildung und Fähigkeiten bedürfen, um ein ganzes Volk zu führen?
Zusammenfassung: Ein Volk führt sich nicht selbst. Es wird geführt durch seine Besten, durch seine Elite. Das heißt also, es wird geführt von den Menschen, die ausi hm geboren wurden und Anlagen und Fähigkeiten besitzen. So wie die Bienen ihre Königin heranziehen, so muß auch ein Volk seine Führer, seine Elite, heranbilden. Und so wendet sich die Masse mit ihren Nöten an diese ihre Elite, an die Führer des Staates.
Wer wählt nun aber diese Elite? [Fortsetzung folgt]

aus: Corneliu Z. Codreanu: Eiserne Garde.

Freitag, 8. Januar 2010

Orthodoxes Weihnachten

Anläßlich der Weihnachtsfeierlichkeiten unserer östlichen Schwesterkirchen hier ein Auszug aus der Predigt des Metropoliten Anthony von Sourozh:

"Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
An einer Stelle der Heiligen Schrift heißt es, dass die Welt alt und siech geworden und im Laufe der Jahrhunderte immer mehr zugrunde gegangen sei, weil der Mensch sich von Gott abgewendet habe und seine Verbindung mit IHM schwach geworden sei. Und der Heilige Paulus sagt, dass die gesamte Schöpfung sehnsüchtig auf die Offenbarung warte, auf den Moment, wenn der Mensch wieder ganz Mensch werde, in all seiner Schönheit und Herrlichkeit, gemäß seiner Bestimmung.

Und an dem Tag, an dem wir uns an die Geburt Christi erinnern, die Fleischwerdung des Sohnes Gottes, können wir erkennen, dass eine neue Zeit angebrochen ist; dass diese Welt, die alt und siech geworden war und fern von Gott - dem großen, ehrfurchterregenden Gott, der aber außer Reichweite war, - zu Ende geht. GOTT IST MIT UNS: das ist die Bedeutung des Namens „Immanuel"; Gott mit uns - und die Welt ist nicht mehr wie zuvor. Wir leben in einer Welt, in die Gott gekommen ist, in der ER die lebendige Macht ist, die Erleuchtung, das Leben und die Ewigkeit selbst. Und deshalb hat der Heilige Johannes im Buch der Offenbarung von Christus als dem Ende gesprochen, wobei er nicht das im Griechischen korrekte Neutrum verwendete, sondern das Maskulinum: denn „Ende" meint hier nicht einen beliebigen Zeitpunkt, nicht etwas, das (passiv) geschieht, sondern Etwas, das (aktiv) herankommt.

Ja, wir warten auf den Tag, da Gott kommen wird in Herrlichkeit, da die Geschichte ihr Ende findet, da alle Dinge gewogen werden, da Gott alles in allem sein wird; aber schon jetzt ist Gott mitten unter uns; schon jetzt haben wir eine Ahnung davon, wozu der Mensch berufen ist und wessen er teilhaftig werden kann. Aber dies ist eine Einladung: Gott bietet seine Liebe, Gott bietet sich selbst - nicht bloß in der Heiligen Gabe der Kommunion, sondern auf alle möglichen Weisen, in denen er in unser Leben treten kann, um in unserem Geiste zu thronen und unser Willen zu sein; aber um dies zu erreichen, um IHN einzulassen in uns, müssen wir uns IHM hingeben; wir müssen Liebe mit Liebe vergelten, und Glauben - den Glauben, den ER in uns setzt - mit Glauben, der Vertrauen ist und Hingabe an IHN. Und dann - dann werden wir, jeder einzelne von uns und wir alle gemeinsam - Gottes Königreich errichten, den Anfang der Erfüllung der Zeit, den Anfang des herrlichen Triumphes!

Ist das nicht etwas, um das es sich zu kämpfen lohnt? Ist es das nicht wert, sich von all dem abzuwenden, was uns von der Rechtschaffenheit, von einander und von Gott fernhält, und zu ganz neuartigen Geschöpfen zu werden?

Lasst uns nun, da der Anfang gemacht und auch das Ende gewissermaßen schon nahe ist, last uns nun handeln: all das besiegen, was unser nicht würdig ist, und Gott erlauben, unser Leben mächtig umzugestalten! Ehre sei Gott für Seine Liebe! Ehre sei Gott für das Vertrauen, das ER in uns setzt, und für die Hoffnung, die ER in uns gepflanzt hat!

Amen!
(aus: www.bogoslov.ru)

Mittwoch, 6. Januar 2010

Joseph Card. Ratzinger: Der Weg der drei Magier

Diese Männer hatten wie selbstverständlich vorausgesetzt, daß der neue König im Königshaus geboren würde; sie hatten wie selbstverständlich vorausgesetzt, daß er, der die Weisheit und die Quelle alles Erkennens ist, bei den Gelehrten zu finden sei. Aber nun mußten sie feststellen, daß sie dort zwar auskunft, aber nicht den Neugeborenen selbst fanden. Sie mußten erkennen, daß Gott ganz anders ist, daß er grade nicht in der Macht dieser Welt ist und auch nicht einfach in der Wissenschaft, auch nicht einfach in der Theologie da ist und sich greifen läßt. Sie mußten erkennen, daß die Macht, auch die Macht des Wissens, ihm im Gegenteil oft viel eher den Zugang versperrt. Sie mußten umdenken, umlernen, ihr Sein selbst wandeln lassen. Sie mußten hinausgehen in die kleine Stadt, die ehedem eine der geringsten gewesen war, aber nun für alle Zeit nicht mehr die geringste ist: nach Betlehem. Sie mußten erkennen, daß die Maßstäbe Gottes ganz anders sind, daß er sich nicht in der Macht dieser Welt zeigt, sondern auf eine ganz andere Weise uns anführt: in der Demut seiner Liebe, die nur unsere Freiheit bitten kann, ihn anzunehmen, und so uns umwandelt und gottfähig werden läßt.
Auch uns geht es nicht anders als jenen Männern. Wenn wir ausdenken müßten, wie Gott die Welt erlösen sollen, dann würden wir sagen: Er hätte mit großer Macht alles Gegenwärtige niederwerfen müssen, und er hätte mit großer wissenschaftlicher Präzision die richtige Weltwirtschaft einführen müssen, damit alle alles das haben, was sie sich wünschen. Das ist unser Denken. In Wirklichkeit wäre das eine Vergewaltigung des Menschen und eine Entfremdung, weil so grade das Tiefste in ihm abstirbt. Denn dann wäre unsere Freiheit nicht gefragt und unsere Liebe nicht. Darum muß Gottes sich anders zeigen: in Bethlehem, in der demütigen Ohnmacht seiner Liebe.
aus: Benedikt XVI./Joseph Ratzinger: Berührt vom Unsichtbaren. Freiburg 2005.

Sonntag, 3. Januar 2010

Corneliu Zelea Codreanu: Wie man ein Volk vernichtet

Man trachtete "mit allen Mittel danach, die seelische Bindung zu zerreißen. Um die Bindung zum Ewigen zu zerstören, verbreiteten sie ihre gottfeindlichen Ideen und trachteten danach sie allgemein durchzusetzen, um aus dem rumänischen Volk, oder wenigstens aus seinen "Führern", ein gottloses Volk zu machen. Wenn aber einst einmal ein Volk seinem Gott und seinem Boden entfremdet ist, wird es zugrunde gehen. Nicht durch das Schwert, sondern dadurch, daß ihm die Wurzeln seines inneren Lebens abgeschnitten werden. Um die Bindung an den Boden, der die Lebensquelle eines Volkes bildet, zu zerstören, wird der Nationalismus als eine alte und längst überwundene Sache hingestellt, und alles, was mit dem Begriff des Vaterlandes in Verbindung steht, wird angegriffen - das Band der Liebe, das das rumänische Volk an seine Scholle bindet, wird zerstört. ... Wer ein Volk vernichten will, wird das auf folgende Weise tun: Zerstörung der Verbindung mit Himmel und Scholle, Entfachung von Bruderkampf und Streit, Einführung von Unsittlichkeit und Lasterhaftigkeit, Einschränkung aller Lebensquellen eines Volkes bis zur äußersten Grenze, physische Vergiftung usw. Alle diese Mittel vernichten ein Volk sicherer als Geschütze und Bombenflugzeuge.
aus: Ders.: Eiserne Garde. Berlin 1939.

Samstag, 2. Januar 2010

Die politische Schlagseite evangelischer Amtsträger

Christhard Wagner ist der Bildungsdezernent der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Das wäre nicht weiter tragisch, wenn er in dieser Funktion nicht gelegentlich auch öffentlich Betrachtungen zu Politik und Gesellschaft streuen würde. So konnten wir zu Anfang des vergangenen Jahres von ihm vernehmen, dass es für die Gesellschaft zwar eine Bedrohung von rechts, nicht aber von links gäbe (vgl. Bin ich Links, wenn ich gegen Rechts bin?). Diese realitätsferne, für manche Milleus aber ziemlich charakteristische, Einschätzung scheint allerdings auf dem Rückzug. So wurde die Sozialarbeitermetaphysik des "Kampfes gegen Rechts" ja beim Antritt der neuen Bundesregierung um eine Bekämpfung des Linksextremismus ergänzt. Nicht das davon viel oder überhaupt etwas zu erwarten wäre - aber es ist ein Anzeichen für einen Wandel. Zurück zu Oberkirchenrat Wagnern, denn den muss das natürlich einigermaßen hart treffen. Umso mehr als nun Helmut Matthies, der Leiter der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, den von der Jungen Freiheit vergebenen Gerhard-Löwenthal-Preis verliehen bekam und ihn auch angenommen hat. IDEA gehört in den Bereich der evangelikalen "Evangelischen Allianz", die ihren Sitz in Bad Blankenburg hat, was im Bereich der EKM liegt, zu deren Leitung wiederum Wagner gehört. Nun tritt also dieser auf den Plan: "Wir sehen mit der Annahme des Preises die Gefahr verbunden, dass die Tabugrenze im Graubereich zum Rechtsextremismus weiter nach unten verschoben wird" sagt er, gleichwohl die JF in der Pressemitteilung der EKM selbst noch als "rechtskonservativ" qualifiziert wird. "Mit der Annahme des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises lässt Matthies die gesamte idea-Redaktion auf dem Grat zum rechts­extremen Milieu balancieren" (Pressemitteilung der EKM vom 28.12.200). Im Grunde also das übliche Dampfplaudern. In einer Pressemitteilung einen Tag später wird dann auch tatsächlich noch das geläufige Arsenal an Begriffen angelegt: Scharnierfunktion der JF, man müsse sich distanzieren...
Es geht also um den bekannten Versuch "von Links" alles was irgendwie rechts von Frau Merkel ist als rechtsextrem zu diffamieren oder - wo das nicht (mehr) möglich ist - eine nebulöse Scharnierfunktion zu sehen. Soweit, so langweilig. Kennen wir schon, alles schon da gewesen. Immer dasselbe, funktioniert auch immer schlechter, demnächst vermutlich gar nicht mehr. Grade das weckt Leute wie Wagner aber auf. Und wenn man dann den Evangelikalen, denen man nicht zu Unrecht Sympathien für dezidiert konservative politische Einstellungen nachsagt, einen mitgeben kann - umso besser, wird sich mancher denken.
Der Haken ist dann auch weniger das linke Phrasen-absondern an sich, sondern der Ort an dem das geschieht: In der Kirchenleitung und spätestens seit der Pressemitteilung vom 29.12. auch im Namen der Kirchenleitung - ja der ganzen Landeskirche. Während man ganz natürlich (und völlig zu recht) als Christ links sein kann, scheint man nicht rechts sein zu dürfen, ohne sich dem Vorwurf des Rechtsextremismus ausgesetzt zu sehen. Zwischen rechts und rechtsextrem wird in der Praxis geflissentlich nicht unterschieden - um die linke Vorherrschaft nicht zu gefährden. Hat man in Magdeburg und Erfurt tatsächlich Angst vor Glatzen in den Kirchenvorständen und Synoden? Oder will man nicht eher die unbequemen Konservativen und Evangelikalen klein halten? Die Begeisterung der konservativen Protestanten über die geschiedene (und neuerdings wiederverheiratete) Bischöfin Junkermann war ja von Anfang an gering. Auf der anderen Seite beweisen hier Amtsträger der evangelischen Kirche wieder einmal ihre politische (und theologische) Einseitigkeit und Anfälligkeit für ungebetene Wortspenden. Die evangelischen Landeskirchen sollten aufhören, sich zum Steigbügelhalter der spät-68er zu machen, denn im Evangelium findet sich dafür kein Anlaß. In der Lutherbibel schon gar nicht.

Freitag, 1. Januar 2010

Humanitäres Völkerrecht

In der deutschen Diskussion wird das Völkerrecht häufig als Ersatzmoral oder zur Kaschierung mangelnden Willens zum Handeln mißbraucht. Der Begriff “Humanitäres Völkerrecht” verleitet manchen dazu, seine persönlichen moralischen Vorstellungen auf das Völkerrecht zu projizieren. Der Vorwurf der mutmaßlichen Völkerrechtswidrigkeit wird meist als moralischer Vorwurf verstanden. Tatsächlich ist das Völkerrecht amoralisch, und manche Laien sind überrascht wenn sie erfahren, dass es z.B. die Inkaufnahme des Todes von Unbeteiligten wie oben beschrieben legitimieren kann.
aus: Weblog Sicherheitspolitik, Humanitäres Völkerrecht - Luftangriff auf Tanklaster war legitim

Ein schönes Schlaglicht auf eine typisch deutsche (?) Diskussion.