Wähne nie, du hättest erreicht; vergiß, was hinter dir liegt, dehne dich aus nach dem, was vor dir liegt; in der Wandlung, in der du das Erraffte verlierst, wirst du endlich verwandelt werden in das, was du sehend begehrst.
Trau der Zeit ... Die Zeit ist so lang wie die Gnade. Überlaß dich der Gnade der Zeit. Du kannst Musik nicht unterbechen, um sie zu fangen und einzuheimsen: laß sie fließen und fliehen, anders begreifst du sie nicht. Du kannst sie nicht im schönen Akkord zusammenballen und ein für allemale besitzen. Geduld ist die erste Tugend dessen, der vernehmen will. Und die zweite Entsagung. Denn sieh: du begreifst den Schwung der Melodie nicht früher, als bis der letzte Ton verklang ... erst was im Ohre unterging, geht auf im Herzen.
Trau der Zeit ... Die Zeit ist so lang wie die Gnade. Überlaß dich der Gnade der Zeit. Du kannst Musik nicht unterbechen, um sie zu fangen und einzuheimsen: laß sie fließen und fliehen, anders begreifst du sie nicht. Du kannst sie nicht im schönen Akkord zusammenballen und ein für allemale besitzen. Geduld ist die erste Tugend dessen, der vernehmen will. Und die zweite Entsagung. Denn sieh: du begreifst den Schwung der Melodie nicht früher, als bis der letzte Ton verklang ... erst was im Ohre unterging, geht auf im Herzen.
H.U. von Balthasar: Das Herz der Welt.







