Die Wüste war rot, und rot war der Staub, den er aufwirbelte, der feine Staub, der die Beine der Pferde bepuderte, des Pferdes, das er ritt und des Pferdes, das er führte. Abends kam Wind auf und rötete vor ihm den Himmel. Nur wenig Vieh gab es hier, denn das Land war wahrhaftig öde; einmal stieß er auf einen einzelnen Bullen, er wälzte sich vor dem blutroten Sonnenuntergang im Staub wie ein Opfertier in seiner Todesqual. Blutroter Staub wehte aus der Sonne herab. Er gab seinem Pferd die Hacken und ritt weiter. Die Sonne verkupferte sein Gesicht, vom Westen her blies der Wind übers abendliche Land, die kleinen Wüstenvögel flatterten zwitschernd durchs dorre Farnkraut, Pferd und Reiter und Pferd zogen weiter, ihre langen Schatten glitten hintereinander dahin, wie der Schatten eines einzigen Wesens. Glitten verblassend dahin ins dunkelnde Land, in die künftige Welt.
Der letzte Abschnitt aus dem sehr ansprechenden Roman "All die schönen Pferde" von Cormack McCarthy.
Maialtäre 2013 - Piusbruderschaft in Basel
vor 8 Stunden






