Dem geneigten Leser wird vermutlich aufgefallen sein, dass ich hier in letzter Zeit kaum noch schreibe. Der Hauptgrund liegt darin, dass ich eine gewisse Unlust verspüre, mich mitzuteilen.
Was den politischen Bereich angeht, bin ich mittlerweile einigermaßen defätistisch eingestellt. Es gibt im Grunde keine Handlungsoptionen. Natürlich liegt meine Sympathie manchmal mehr auf der einen oder der anderen Seite. Fraglos bin ich auch immer noch rechtsdrehend und werde es auch bleiben. Aber mein Ausflug ins Trutzburg-Forum hat mich da etwas auf den Boden geholt (auch wenn man da vieles interessante lesen kann). Mein Eindruck ist der, dass ohne eine grundlegende Umwälzung politisch nichts zu erreichen ist. Aber die Umwälzung steht nicht an. Gesellschaftlich ist die Trägheit so groß, dass nicht so sehr gefürchtet wird, wie eine Infragestellung des status quo, mögen die Argumente auch so gut sein, wie sie mögen. Aber selbst, wenn es eine grundsätzliche Änderung geben würde - sie wäre wohl kaum derart, das sie mir zusagen würde. Wozu also viel Elan investieren?
Religiös habe ich weder Lust, hier die Anti-Katholiken (z.T. aus der RKK) mit Steinen (wohl eher: Steinchen) zu bewerfen, noch kann ich mich zur Zeit aufraffen, hier viele spirituelle Texte zu posten. Im Moment lese ich sie lieber selbst und habe nicht das Gefühl, dass ich da dem Rest der Welt viel mitzuteilen hätte.