Kath.net, das Internet-Leitmedium der (romtreuen) konservativen Katholiken im deutschsprachigen Raum, hat heute dafür gesorgt, dass ein Unfall, den der Freiburger Dompfarrer unter Akoholeinfluß hatte, deutschlandweit bekannt wurde. Hintergrund ist der, dass der fragliche Pfarrer ein Mitinitiator des unseligen "Theologen-Memorandums" ist.
Ich halte das, bei aller Wertschätzung für kath.net, für völlig falsch, abwegig, ja unchristlich. Wozu soll dieser persönliche Angriff auf den Dompfarrer dienen? Warum soll ganz Deutschland wissen, dass er alkoholbedingt (?) einen Unfall hatte. Die Dinge liegen hier völlig anders als bei Fr.Käßmann, die ja deutschlandweit bekannt war und ist. Mir erscheint das hier als ein übles Nachtreten, fast als Freude am Unglück anderer. Das ist nicht der Stil, den wir als Christen pflegen sollten. Es wirft auch kein gutes Licht auf die Geisteshaltung der überzeugten Katholiken. Wir sollten uns mit den Forderungen des Theologen-Memorandums sachlich und gehaltvoll auseinandersetzen - aber nicht so.
Aachener Friedenspreis 2013 "Schulen ohne Bundeswehr"
vor 31 Minuten


Kommentare:
Schon seit einiger Zeit wirkt kath.net auf mich ausgesprochen unausgewogen, viel zu häufig polemisch und fast gar nicht mehr zur sachlichen Auseinandersetzung fähig. Unsere Gemeindehomepage hat die Verlinkung gelöst... die Kommentare sind nicht selten in einem abschreckend hetzerischen und deshalb für mich nicht mehr gut mit einer katholischen, christlichen Grundeinstellung vereinbaren Ton und Geist abgefasst, der offensichtlich mehr Interesse an der Polarisierung hat als am Versöhnen...
Mit Verlaub, Quark.
Mit seiner Unterschrift hat sich der Pfaffe öffentlich geoutet. Dann will ich natürlich auch wissen, was solche Moralapostel öffentlich machen oder anstellen.
Wer seine Meinung in solcher Weise öffentlich kundtut, kann sich anschließend nicht darüber beschweren, das die Öffentlichkeit ihn beobachtet.
Das ist nicht unchristlich. Es gäbe kein Christentum hätte Jesus nicht öffentlich gepredigt und es öffentlich vorgelebt.
Hätte er das Pamphlet nicht unterschrieben, gäbe es kein Geschrei nachher.
Wort und Tat sind eins oder sie sind nichts. Punkt.
In der Tat, Anonymer, Wort und Tat sind eins. Bei ihnen ganz und gar unchristlich und unkatholisch.
Schon allein wer von "Pfaffen" redet ... und das Wort "Moralapostel" kennt man überlicherweise aus anderen Ecken.
DIe Meinung des Pfarrers ist öffentlich und darf auch öffentlich kritisiert werden - daß er aber damit zur "öffentlichen Person" wird (was auch immer das sein soll) ist ganz und gar denken "von unten".
Ich wüßte nicht, daß Christus sich jemals hämisch über Unglücksfälle selbst seienr schärfsten Gegner geäußert hätte.
Matthias,
ich bin derzeit nicht mehr oft bei kath.net, aber es war ein großer Einschnitt und Fehler, daß plötzlich Kommentare unter Artikel zugelassen wurde. Was da an geistigem Erbrochenem zutage kommt ist nicht schön. Sicher, gab es sowas auch früher, aber nicht in diesem Maße und außerdem im Diskussionforum, wo man es auch man geflissentlich ignorieren konnte.
In der Tat Resident, nun schaut „kath.net“ dem Volk aufs Maul und hat Kommentare zugelassen.
Oh Schreck, wie kriegen den "Dreck" wieder weg?
Wie kommen ‚wir’ in unsere Kuschelecke zurück, in der nur die rechte Meinung überhaupt eine Meinung ist. Das scheint ihre einzige wirkliche Sorge zu sein.
Die kuschligen Zeiten, Resident, sind vorbei. Der Geist ist aus der Flasche, er lässt sich nicht zurückstöpseln. Sie müssen mit Typen wie mir leben und ich sage das, was ich denke. Es mag ihnen nicht gefallen, aber mir gefällt schließlich auch nicht, was Du predigst. Ich kann damit leben. Du offenbar nicht. Aber das ist ganz allein Dein Problem.
Und sehr wohl hat sich Jesus gegen die, auch heute noch allgegenwärtigen, Moralapostel gewehrt: "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein".
Und Paffen gab es zu der Zeit, als Jesus als Mensch auf der Erde wandelte, noch nicht.
@anonym
Nichts gegen eine deutliche inhaltliche Auseinandersetzung.
Aber nur, dass man irgendwo Kommentare hinterlassen kann, bedeutet noch nicht, dass das für die Welt und die Kirche ein Gewinn ist.
Es ist auch eine langweilige Masche sich selbst als Kreuzritter und alle anderen als Kuschelchristen hinzustellen.
Die Häme, die einem aus dem betrffenden Artikel entgegentrat, wäre Jesu Sache nicht.
Und übrigens: Wenn jemand mit dir, anonym, ein Problem hat, dann ist das - christlich gesehen - durchaus auch DEIN Problem. Du sollst keinen unnötigen Anstoß geben. Schon vergessen? Oder ganz mit den Splittern in den Augen des anderen beschäftigt?
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