
Zum diamantenen Priesterjubiläum einige Zeilen aus seiner Autobiographie ("Aus meinem Leben"):
Ich war glücklich, mich wenigstens die letzten zwei Monate ganz der Vorbereitung auf den großen Schritt widmen konnte: die Priesterweihe, die uns Kardinal Faulhaber im Dom zu Freising am Peter- und Paulstag 1951 spendete. Wir waren über vierzig Kandidaten, die auf den Aufruf hin "Adsum" sagten: Ich bin da - an einem strahlendem Sommertag, der als Höhepunkt des Lebens unvergeßlich bleibt. Man soll nicht abergläubisch sein. Aber als in dem Augenblick, in dem der greise Erzbischof mir die Hände auflegte, ein Vöglein - vielleicht eine Lerche - vom Hochaltar in den Dom aufstieg und ein kleines Jubellied trällerte, war es mir doch wie ein Zuspruch von oben: Es ist gut so, du bist auf dem rechten Weg. Nun folgten vier Sommerwochen, die wie ein einziges Fest waren. Am Tag der ersten heiligen Messe leuchtete unsere Pfarrkirche St.Oswald in ihrem schönsten Glanz und die Freude, die den ganzen Raum greifbar ausfüllte, zog alle in die lebendigste Weise "aktiver Teilnahme" am heiligen Geschehen hinein, die keiner äußeren Geschäftigkeit bedurfte. Wir waren eingeladen, den Primizsegen in die Häuser zu tragen, und wurden überall, auch von ganz unbekannten Menschen, mit einer Herzlichkeiten empfangen, die ich mir bisher nicht hatte vorstellen können.
Dahin werden die Gedanken des Hl.Vaters wohl auch heute zurückgehen.
1 Kommentar:
Mann, das hat mir jetzt echt Tränen in die Augen getrieben... :')
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