... und die Leute wählen immer die falschen. Sowas aber auch! :) In der EU pflegt man dann mittlerweile einfach solange zu wählen, bis das gewünschte Ergebnis herauskommt, aber das haben die Ägypter irgendwie noch nicht raus.
Wie auch immer - Wahlbeteiligung: 46 %. Dafür dass der Eindruck vermittelt wurde, ganz Ägypten fiebere einer demokratischen Zukunft entgegen, ist das nicht viel. Es ist sogar auffallend wenig. 2000 Demonstranten auf dem Tahrir-Platz sind nun auch keine Völkerstämme... Man kann nicht anders als sagen: Die Ägypter standen dieser Wahl entweder ablehnend oder desinteressiert gegenüber. Warum auch immer.
Der zum Favoriten stilisierte Kandidat des Westens, ein Mann namens Abul Futuh und immerhin nur ehemaliger Muslimbruder, wurde nur vierter. Wer lässt sich auch schon gern das Staatsoberhaupt von außerhalb aufschwatzen, das funktioniert nirgends. Neben Ägypten übrigens auch nicht in Afghanistan oder in Frankreich.
Der zum Favoriten stilisierte Kandidat des Westens, ein Mann namens Abul Futuh und immerhin nur ehemaliger Muslimbruder, wurde nur vierter. Wer lässt sich auch schon gern das Staatsoberhaupt von außerhalb aufschwatzen, das funktioniert nirgends. Neben Ägypten übrigens auch nicht in Afghanistan oder in Frankreich.
Aktivisten der Aufstandsbewegung, die den Sturz Mubaraks bewirkt hatte, zeigten sich bitter enttäuscht über einen Wahlausgang, der den Bürgern nur noch die Wahl zwischen einem Mubarak-Mann und einem frommen Islamisten belässt.Nun, die sogenannten Aktivisten wollten Demokratie, sie haben sie bekommen. Nichts gegen Frömmigkeit, meinetwegen auch islamischer Provenienz, aber mir wäre Schafiq - der "Mubarak-Mann" doch lieber. Diese Leute waren jedenfalls einigermaßen berechenbar. Muhammes Mursi, der Mann der Muslimbrüder, muss gar kein schlechter Mensch sein. Aber Islamisten an der Macht laufen immer aus dem Ruder. Wenn nicht er selbst, dann andere.





