tag:blogger.com,1999:blog-6727968530778775714.post6168734127071078725..comments2008-03-24T08:14:46.430-07:00Comments on Unzeitgemäße Betrachtungen: Triduum Paschale II: KarfreitagKJhttp://www.blogger.com/profile/08622344321134568878noreply@blogger.comBlogger4125tag:blogger.com,1999:blog-6727968530778775714.post-39778205813852955732008-03-24T08:14:00.000-07:002008-03-24T08:14:00.000-07:00Ach, Lamech, was soll ich schreiben... Wir haben a...Ach, Lamech, was soll ich schreiben... Wir haben alles, was Jesus betrifft, nur in den Evangelien. Wenn diese für dich, als Nicht-Christ, nicht von Bedeutung sind, bleibt eigentlich vom Wissen über Jesus nichts übrig. Dass es in historischen Fragen keine 100% Wahrscheinlichkeit gibt, betrifft ja alle Ereignisse und Vorgänge. <BR/>Ich habe jetzt nicht den Elan auf alle Einzelheiten einzugehen. Sieh es mir bitte nach. Richte dir einen Weblog ein, dann können wir nach und nach ausführlicher diskutieren. Wenn dir aber wirklich etwas unter den Nägeln brennt, alss es mich wissen, dann bemühe ich mich darum, darauf einzugehen.KJhttp://www.blogger.com/profile/08622344321134568878noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-6727968530778775714.post-66977868415988641422008-03-22T14:54:00.000-07:002008-03-22T14:54:00.000-07:00Du sprichst davon, dass es keine Belege gibt die d...Du sprichst davon, dass es keine Belege gibt die darauf hinweisen, das „die Juden mit der Hinrichtung Jesu nichts zu tun gehabt haben“. Genauso gut kann man jedoch sagen, dass er keinerlei Belege gibt, die die andere Seite stützen. Eben jene, die behauptet, dass die Juden Schuld am Tode Jesu sind.<BR/>Du führst die Evangelien an. Das ist ok, immerhin bist du Christ. Darüber solltest du jedoch nicht vergessen, dass jene Schriften – also die Evangelien – nur für einen Christen von Bedeutung sind. Sie entsprechen deiner Sicht der Dinge (was auf einer christlichen Webseite auch logisch ist). Dennoch beinhalten sie nur einen Teil dessen, was sich Wahrheit nennt.<BR/>Und ich denke, man kann ruhig einmal eine andere Sicht der Dinge in betracht ziehen. So ist z.B. auch nicht hundertprozentig nachzuweisen, dass Jesus wirklich von einigen der Juden als Bedrohung betrachtet wurde. Seine Lehren waren nicht besonders außergewöhnlich. Wunderheiler, Propheten, aber auch Männer die mit dem Anspruch auftraten der Maschiach zu sein; es gab sie immer wieder.<BR/>Die Bezeichnung Sohn Gottes ist auch dem Judentum nicht unbekannt. Nur das im Christentum eine andere Bedeutung dahinter steckt. Eine die Jesus selbst wohl eher unbekannt gewesen sein dürfte, da er bekanntlich noch kein Christ war. Erst nach seinem Tode setzte sich ja allmählich jene Betrachtungsweise durch, aus der dann später das Christentum entstand. Das Besondere an der Person Jesu wird, so kann man es wohl sagen, erst von den Menschen zu Tage gefördert, die verzweifelt waren, weil ihr Rabbi am Kreuz gestorben war. Wieder eine Hoffnung auf Besserung die von den Römern zerschlagen wurde. <BR/>Diesen Menschen nun, die verzweifelt waren, ist der auferstandene Jesus erschienen. Jedenfalls berichten die Evangelien davon. Schriften, die lange nach dem Tode Jesu geschrieben wurden. Selbst wenn sich in ihnen der Titel „Sohn Gottes“ öfter findet als der des „Messias“, so ist dies lediglich Ausdruck und Bekenntnis jenes Glaubens, der allmählich in den Herzen der Menschen heranreifte. <BR/>Dass ich die Ereignisse um Jesus anders betrachte als du, muss ich wohl nicht besonders hervorheben. Allerdings verspüre ich keine große Lust mich mit dir darum zu streiten, wer von uns beiden nun Recht hat.<BR/>Es ist der jährlich Frust, der mich überkommt, wenn Christen Ostern begehen und die Juden als Menschen bezeichnet werden, die den Tod Jesu forderten. Erschreckend auch, das eben diese Behauptung über Jahrhunderte betrachtet jede Menge Leid verursacht hat. Selbst wenn die Unwissenheit der einfachen Menschen zu Massenmorden unter den Juden geführt hat, so kann es nicht unsere Aufgabe als Mensch sein, andere zu verurteilen. Noch dazu für etwas, was sie nicht getan haben. <BR/>„Die Juden“, das ist kein Satz der beruhigt, das ist schon fast eine leise Anklage. Und so etwas verletzt. Die christliche Religion wurzelt im jüdischen Glauben. Selbst wenn sich unsere Wege getrennt haben. So eint uns dennoch etwas: nämlich der Glaube an den einen Gott. Möge er entscheiden, ob das Leid oder das Heil von den Juden kommt…<BR/><BR/>In diesem Sinne Schalom!Lamechnoreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-6727968530778775714.post-27813499976358776362008-03-22T11:46:00.000-07:002008-03-22T11:46:00.000-07:00Wir werden die einzelnen Vorgänge unmittelbar vor ...Wir werden die einzelnen Vorgänge unmittelbar vor der Hinrichtung Jesu nie im Einzelnen rekonstruieren können. Dazu gehört auch die Haltung des Pilatus, der der Kreuzigung jedenfalls zugestimmt hat. Man kennt aber einen fast parallelen Fall, indem Pilatus den Angeklagten nicht hinrichten ließ (sondern "nur" geißeln). Dort hatte der Hohe Rat aber auch keine Hinrichtung verlangt. Es spricht viel dafür, dass er in der Regel die religiösen Strafen nach den Wünschen des Hohen Rates verhängte, der ja, wie wir wissen, ganz gut mit ihm zusammenarbeitete. Es scheint mir keine Belege dafür zu geben, dass die Juden mit der Hinrichtung Jesu nichts zu tun gehabt. Die Evangelien berichten übereinstimmend anders. Es gab auch in Jerusalem genügend Leute, die Grund hatten, vor der Lehre Jesu und ihrem wachsenden Einfluß Angst zu haben. Gewiß hat niemand seinen Tod betrieben, weil er sich "Messias" nannte, der Grund war der Titel "Sohn Gottes". Der steht bis heute zwischen Juden und Christen. Es versteht sich von selbst, dass man Juden späterer Generationen den Tod Jesu nicht anlasten kann. Aber ein Dialog zwischen Judentum und Christentum wird genausowenig wie die Untaten von Christen an den Juden ausblenden (da besteht wohl auch wenig Gefahr), wie eine bedeutende Mitschuld von maßgeblichen Kreisen des damaligen Judentums am Tod Jesu. Einen Menschen, der sich als Sohn Gottes bezeichnete, wollten sie nicht akzeptieren, konnten sie nicht akzeptieren. Das ist der Grund für seinen Tod und das ist auch der Grund, warum Jesus wohl stets Jude war, aber doch beanspruchte, die Offenbarung Gottes neu zu deuten und zwar abschließend und autoritativ. Nochmal: Jesus war und bleib Jude, daher verbindet uns Christen ein außergewöhnliches Band mit dem Judentum. Doch andererseits war er der Heiland und Sohn Gottes.KJhttp://www.blogger.com/profile/08622344321134568878noreply@blogger.comtag:blogger.com,1999:blog-6727968530778775714.post-35217938268785324932008-03-22T06:37:00.000-07:002008-03-22T06:37:00.000-07:00Auch wenn in dieser Text für die Christen tief rel...Auch wenn in dieser Text für die Christen tief religiöse Züge trägt, so ist er dennoch ein Schlag ins Gesicht für jene Menschen die dem jüdischen Glauben angehören. Es ist bedauerlich das ein Mann wie Pilatus, der nun wirklich alles andere als gütig oder gnädig zu bezeichnen ist, so dargestellt wird, als wäre ihm Jesus egal gewesen. Wie kann das sein? <BR/>Die Juden wurden von den Römern unterdrückt, aber auch provoziert. Es brodelte an vielen Stellen des Reiches. Man fürchtete einen Aufstand der Juden. Und Jesus war gerade von den Römern als möglicher Anstifter eines solchen Aufstandes betrachtet worden.<BR/>Ich frage mich oft, wie ein offener Dialog zwischen den Religionen stattfinden soll, wenn noch immer behauptet wird, dass die Juden den Tod Jesu forderten.<BR/>Dabei ist der Dialog sehr wichtig. Das erkennt man schon an deinem Text. Kein Jude hätte den Tod eines Juden gefordert, der sich als Messias bezeichnet. In der Geschichte des Judentums gab es viele Männer, die dieses Privileg für sich beanspruchten. Vor und nach Jesus. Warum also sollte gerade er von uns ans Kreuz gebracht worden sein, wegen einer Behauptung, die nichts Außergewöhnliches darstellt? <BR/>Das NT ist voll von Aussagen, dass Jesus irgendwelche jüdischen Gesetze gebrochen oder nicht geachtet hätte. Aber das ist falsch. Er ist und bleibt seinem Glauben treu. Eine christlich religiöse Abgrenzung zum Judentum, sei durchaus erwünscht und auch notwendig. Aber muss dies nun wirklich stets zu Lasten des Volkes Israels geschehen?<BR/>Ein wenig mehr Verständnis für die Lehren des Judentums wäre meines Erachtens wünschenswert. Wer versteht, woran wir glauben, wird erkennen, das Jesus einer von uns ist. <BR/>Er lebte als Jude und starb als solcher. Getötet von den Römern, aber nicht von den Juden.<BR/>Als Messias verehrt von den Christen. So soll es sein, aber wenn möglich ohne Anklage in Richtung Judentum. Ein solches Denken passt nicht mehr in das 21. Jahrhundert. <BR/>Wir sollten eigentlich gelernt haben, dass Brüderlichkeit nur da entstehen kann, wo auch Verständnis herrscht.<BR/><BR/>Schabbat Schalom!Lamechnoreply@blogger.com